Mit einer durchaus ansprechenden Leistung hat der SVW einen guten Start in die Testspielreihe der Vorbereitung hingelegt. Vor 550 Zuschauern siegte Wacker gegen den Kreisklassisten aus Fridolfing verdient mit 1:10. Rudi Bommer nutze die Gelegenheit uns gab sämtlichen Akteuren die Chance sich zu präsentieren. Zudem kamen mit Nicky Adler und Patrick Bordon zwei Testspieler zum Einsatz. Im Gegensatz dazu musste Christoph Behr, nachdem er sich im Training leicht das Knie verdreht hatte, pausieren. Das nächste Vorbereitungsspiel findet am kommenden Samstag, den 25.06.2011, im österreichischen Diersbach statt. Dort wartet mit dem österreichischen Erstligisten und Pokalsieger SV Josko Ried ein harter Gegner auf die wackeren Burghauser. Anpfiff der Begegnung ist um 18.30 Uhr.
Schmidt für Eberlein (33.)
Schönhuber für Vollath (45.)
Grübl für Adler (45.)
Thiel für Schwarz (45.)
Bordon für Brucia (45.)
Bonimeier für Heidrich (63.)
Der Fußballlehrer Rudolf Bommer saß am Dienstag im Garten seines Hauses in Aschaffenburg und vor sich, auf dem Tisch, da lagen die Zettel. 'Tausende Zettel', sagte er, 'es sind eintausend Zettel mit eintausend Telefonnummern von Spielerberatern. Und nebenan, am Computer, da fliegt gerade mein Postfach auseinander. So viele Angebote gehen gerade bei mir ein.' Zwei Wochen ist es gerade einmal her, da hat Bommer eine Anstellung als Trainer des Drittligisten Wacker Burghausen übernommen. In der spielfreien Phase ist das wenig Zeit, um die Schwachstellen innerhalb einer Mannschaft zu erkennen, die in der vergangenen Saison so schlecht spielte, dass sie als Tabellen-18. eigentlich in die Regionalliga hätte absteigen müssen - Wacker wurde nur errettet, weil nach dem letzten Spieltag das Insolvenzverfahren gegen Rot-Weiß Ahlen eröffnet wurde. Bommer sagt: 'Ich habe noch kein einziges Training abgehalten und die Fans erwarten jetzt schon von mir, dass wir nächste Saison wieder aufsteigen. Dabei habe ich hier eine leblose Mannschaft vorgefunden, mit der das kaum möglich sein wird. Und ich kann nicht zaubern.'
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Bommer weckt Erwartungen
Die Erwartungshaltung im Umfeld des Vereins ist so groß, weil unter Trainer Bommer im Jahr 2002 der einzige Aufstieg Burghausens in die zweite Liga gelang. Und weil er dies mit einer Mannschaft bewerkstelligte, die sich zum Zeitpunkt seines Amtsantritt im Jahr 2000 als Tabellen-18. der Regionalliga in einem ähnlich desolaten Zustand befand. 'Mich rührt es total, dass ich in Burghausen wieder so herzlich empfangen wurde. Aber die Wahrheit ist doch, dass uns einfach das nötige Geld fehlt, um eine Aufstiegsmannschaft zusammenzustellen.'
Vier Spieler hat Burghausen in den vergangenen zwei Wochen verpflichtet, allesamt ablösefrei: Die defensiven Mittelfeldspieler Heiko Schwarz, 21, bislang bei Energie Cottbus unter Vertrag, sowie den zweitligaerfahrenen Matthias Heidrich, 33, der vom VfL Osnabrück wechselte. Hinzu kommen der 27-jährige Josef Cinar, ein bulliger Innenverteidiger mit 1,94 Meter Körpergröße, vom Regionalligisten Eintracht Trier sowie Linksverteidiger Mounir Chaftar, 25, aus der U23 von Eintracht Frankfurt. 'Mein Plan ist, dass ich hier zunächst eine stabile Achse aus zuverlässigen, erfahrenen Spielern etabliere', sagt Bommer. 'Burghausens Mannschaft war bislang zu jugendlich.' Sechs Spieler haben derweil den Verein verlassen (Leãn, Hackenberg, Halfar, Cappek, Knappmann, Wolf), fest steht ebenfalls, dass sich Stürmer Eric Agyemang, in der vergangenen Saison mit 13 Toren bester Schütze, einen Verein bei Hamburg suchen wird. 'Eric hätte ich gerne gehalten, aber er wollte zurück zu seiner Familie in den Norden', sagt Bommer. 'Zwei Stürmer müssen wir also noch verpflichten. Einen kopfballstarken und einen, der so schnell ist wie Eric.' Irgendwo werden die Namen vielleicht bereits zu lesen sein. Auf einem der vielen Zettel, die Rudi Bommer noch studieren muss
Quelle:Pnp.de
René Vollath fängt weiter für Burghausens Drittliga-Team − auch wenn er in der vergangenen Saison gelegentlich durch Undiszipliniertheiten auffiel. − F.: Butzhammer
René Vollath fängt weiter für Burghausens Drittliga-Team − auch wenn er in der vergangenen Saison gelegentlich durch Undiszipliniertheiten auffiel. − F.: Butzhammer
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Fußball-Drittligist Wacker Burghausen setzt auch weiterhin auf Torhüter René Vollath. Dies bestätigten der neue Trainer Rudi Bommer und Präsident Hans Steindl auf Nachfrage der Passauer Neuen Presse. Der 21-jährige Schlussmann absolvierte in der letzten Saison 36 Partien und kassierte sieben Verwarnungen wegen Meckerns. „Ich werde mit ihm unter vier Augen reden, damit das nicht mehr passiert. Vieles kann die Mannschaft auch intern regeln“, sagte Bommer.
Auch Präsident Steindl und Geschäftsführer Florian Hahn sind von den Qualitäten Vollaths überzeugt, der in der letzten Saison aufgrund desolater Defensivarbeit 66 Gegentreffer kassierte und während des Pokalspiels gegen Jahn Regensburg wegen Reklamierens vom Platz flog. „Er hat hervorragende Anlagen. Beim ihm sind letzte Saison viele Dinge zusammengekommen. Parallel zum Fußball hat er auch sein Abitur gemacht. Ich finde, dass wir die alte Saison ruhen lassen sollten“, meinte Steindl.
Unterdessen steht auch das komplette Trainerteam für die neue Saison. Georgi Donkov, der zuletzt ohnehin die meisten Einheiten durchgeführt hat, bleibt als Assistenzcoach erhalten. „Das erste Gespräch mit ihm war sehr positiv. Er kennt die Liga und ist sehr motiviert“, urteilte Bommer. Teamassistent Max Urwantschky löst Bernd Meier als Torwarttrainer ab. „Wir waren uns sehr schnell einig. Beide kennen die Spieler und den Verein. Außerdem müssen wir unser Geld bündeln, da wir noch gute Stürmer brauchen“, so Steindl. Zudem möchte die Wacker Burghausen Fußball GmbH noch ein oder zwei Verträge mit Spielern lösen, die „in den letzten beiden Jahren nicht die erwartete Leistung gebracht haben“. Namen wurden aus verhandlungstaktischen Gründen nicht genannt.
Laut Florian Hahn wird der Drittligist Testspiele in der Region austragen. Im Visier seien Altötting oder Pocking. Zudem sei ein Saisoneröffnungsspiel in der Wacker-Arena geplant. Der Gegner stehe noch nicht fest. Der Fahrplan für die Testpartien werde demnächst veröffentlicht.
Quelle:wochenblatt.de
Zwei Neuzugänge beim SV Wacker Burghausen angekommen
Foto: Edi Hutterer
Matthias Heidrich und Heiko Schwarz verpflichtet - der dritte Neuzugang ist noch unterwegs
Der SV Wacker Burghausen kann zwei Neuzugänge vermelden: Matthias Heidrich und Heiko Schwarz werden in der kommenden Drittliga-Saison das Trikot des SVW tragen. Heidrich ist mit seinen 33 Jahren ein "alter Hase", der die jüngeren Spieler führen soll. Der defensive Mittelfeldmann, der zuletzt beim VfL Osnabrück unter Vertrag stand, ist für die Wackerianer kein Unbekannter. "Als er noch bei Aue spielte, haben wir drei Jahre lang unsere schlechten Erfahrungen mit ihm als Gegenspieler gemacht", so Präsident Hans Steindl. Jetzt darf er für den SVW die Gegner ärgern.
Mit dem 21-jährigen Schwarz wechselt ein junger und sehr flexibler Spieler an die Salzach. "Er ist im vorderen Bereich universell einsetzbar", erklärt Trainer Rudi Bommer. Vorerst wird der ehemalige Cottbusser wohl auf der linken Mittelfeldseite sein Zuhause finden.
Ein dritter Neuzugang war während der Pressekonferenz noch auf dem Weg nach Burghausen. "Dabei handelt es sich um Mounir Chaftar, den ich aus meiner Duisburger Zeit kenne", verriet Bommer schon mal vorab. Der Vertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, aber man sei auf dem besten Weg, so Wackers Coach zuversichtlich.
Es ist perfekt: Rudi Bommer kehrt nach sieben Jahren auf die Trainerbank des SVW zurück. „Ich bin sehr froh, dass ich den Fans ihren größten Wunsch erfüllen konnte”, so Präsident Hans Steindl gegenüber dem Wochenblatt.
Herzlichst willkommen, Rudi Bommer, an der alten Wirkungsstätte! Es ist FIX! Rudi kommt nach Burghausen. Feiern ist in der Salzachstadt angesagt. Dazu bietet die Mai-Wies'n den idealen Rahmen!
„Ja es ist perfekt. Wir sind uns einig. Ich freue mich, dass ich den Fans den größten Wunsch erfüllen konnte”, so Bürgermeister und Präsident Hans Steindl gegenüber dem Wochenblatt. Rudi Bommer, der auch der Top-Kandidat von Steindl immer wahr, habe ein überragendes Standing bei den Fans, aber auch in der gesamten Region und bei den Sponsoren. „Wir haben den Neuanfang versprochen, und wir haben unser Versprechen gehalten”, so der Präsi weiter.
Ein paar Stunden müssen die Fans noch auf Rudi Bommer warten. Am Dienstag soll der Aschaffenburger, der die Wackerianer 2002 in die Zweite Bundesliga führte, in Burghausen eintreffen.
Aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle erfuhr das Wochenblatt, dass die Verhandlungen vor dem Abschluss stehen.
Rudi Bommer ist der Mann der Stunde. Burghausen braucht ihn und er braucht Burghausen. So scheinen es auch die SVW-Verantwortlichen und Bommer selbst zu sehen. Wie das Wochenblatt aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle erfuhr, will man sich am Sonntag (29.5.) mit Bommer "handelseinig" werden. Es gibt wohl nur noch einige kleinere Details auszuhandeln.
Wacker will am Wochenende Vollzug melden - alles deutet auf Rudi Bommer hin
Sein Gastspiel an der Salzach dauerte lediglich fünf Monate: Stürmer Christian Knappmann. Gestern wurde der noch ein Jahr gültige Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. (Foto: Butzhammer)
Von Alex Nöbauer
Fleißig wird beim Wieder-Drittligisten Wacker Burghausen dieser Tage an der Mannschaft für die neue Saison gebastelt. Zwar steht noch nicht endgültig fest, wer das Team in der kommenden Spielzeit trainieren soll, der Kader bekommt aber bereits erste Konturen.
Zunächst gab der Verein nämlich die Verpflichtung von Josef Cinar, Kapitän des Regionalligisten Eintracht Trier, bekannt. Der 27-jährige gebürtige Bremer hat in der vergangenen Spielzeit 29 Partien in der Innenverteidigung für Trier absolviert und dabei ein Tor geschossen. Der Zwei-Jahres-Vertrag plus Option für ein weiteres ist längst unterschrieben. „Mit der Veröffentlichung wollten wir aber noch warten, weil Trier unter der Woche noch ein wichtiges Spiel im Pokal hatte“, informiert Burghausens Präsident Hans Steindl. Wäre Wacker abgestiegen, hätte sich die Verpflichtung zerschlagen, denn das Arbeitspapier gilt nur für die 3. Liga.
Ein solches würde eigentlich Stürmer Christian Knappmann noch besitzen, doch der Kontrakt wurde gestern in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst, sagt Wackers Sportlicher Leiter Florian Hahn. Knappmann, der in die Regionalliga West zum Wuppertaler SV wechselt, wollte zurück zu seiner Familie, begründet Hahn den Abgang des 30-Jährigen. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Spieler mit gültigem Arbeitspapier den Verein verlassen müssen, kündigt Steindl an: „Mit denen, die leistungstechnisch nicht zu uns passen, werden wir über Auflösungsverträge reden. Das gehört ja bei einem Neuanfang dazu, dass ich nur Leute habe, die den Verein weiterbringen.“
Dazu zählt offensichtlich auch Christian Brucia. Der 23-jährige Ex-Frankfurter, der es in der vergangenen Saison auf 33 Einsätze und ein Tor gebracht hat, hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2012 verlängert. „Ich fühle mich hier sehr wohl und bin davon überzeugt, dass ich mich bei Wacker als Spieler und Persönlichkeit weiterentwickeln kann“, begründet Brucia seine Entscheidung.
In der Trainerfrage gibt es laut Steindl hingegen noch nichts Konkretes. „Es ist ja kein Geheimnis, dass Rudi Bommer ganz oben auf der Wunschliste steht“, erzählt der Präsident, der sich das Pokalspiel gegen die Spvgg Unterhaching unter der Woche (0:1) zusammen mit Bommer angesehen hat, und fügt an: „Wir wollen die Verhandlungen an diesem Wochenende abschließen. Wir haben noch zwei Gesprächsrunden in sehr guter Atmosphäre gehabt.“ Von Seiten Bommers sei die Bereitschaft da, über die noch offenen Fragen bezüglich des Personals und der Finanzen zu sprechen. So stehe zum Beispiel neben neuen Spielern auch ein neues Funktionsteam samt Co- und Torwarttrainer zur Debatte. „Wir müssen aus der vergangenen Saison lernen und umbauen“, so Steindl. Konsequenzen müssten gezogen werden, allerdings alles im Budgetrahmen. „Wir haben den Vorteil, dass wir im Gegensatz zur Saison 2009/10 relativ früh Bescheid wissen und eher zu planen anfangen können. Diesen Vorteil müssen wir effektiv nutzen“, gibt der Präsident vor - und zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind schon sehr weit gekommen und es geht gut voran.“
Auch in Sachen Finanzen und Lizenz wird derzeit auf Hochtouren gearbeitet. „Jeder hat seine Aufgabe hier, wir bekommen das hin“, ist Hahn optimistisch. Bis spätestens Montag wolle er ein Fax mit den Unterlagen zur DFB-Zentrale nach Frankfurt senden, quasi eine „Vorabmeldung“, wie der Sportliche Leiter es nannte. Die Deadline für die Erfüllung der Auflagen ist der 1. Juni: „Wir sind momentan zwar ganz schön am Rödeln, aber es sieht gut aus.“
Quelle:wochenblatt.de
SVW: Alle wollen Rudi Bommer
Foto: cb
Bei der laufenden Facebook-Abstimmung vom Wochenblatt, wer Nachfolger von Basler werden soll, liegt der Ex-Coach des SVW Rudi Bommer uneinholbar in Führung
Eine überragende Resonanz findet unsere derzeitige Facebook-Umfrage zur Trainernachfolge beim SV Wacker Burghausen: Von 232 Gesamtstimmen entfallen allein 214 und damit 93 Prozent (Stand Freitag, 16 Uhr) auf Rudi Bommer, der 2002 den SVW in die zweite Liga führte. Die restlichen 18 Stimmen teilen sich Rainer Hörgl, Matthias Hamann und Markus Weinzierl. Ein möglicher weiterer Kandidat, Ralph Hasenhüttl konnte bei Beginn des Votings noch nicht berücksichtigt werden.
Unabhängig vom Voting-Zwischenstand belichtet das Wochenblatt die Wahrscheinlichkeit, wer Trainer und damit Nachfolger von Basler wird:
Rudi Bommer 80 Prozent
Bommer, der den SVW von 2000 bis 2004 zu neuen Höhen beflügelte, ist Top-Kandidat von mindestens zwei der vier Entscheidungsträger (Präsident Hans Steindl und Klaus Schultheiss). Darüber hinaus sind Geschäftsführer Florian Hahn und Dr. Guido Freier in die Entscheidungsfindung mit eingebunden. Er genießt eine überragende Unterstützung der Fans und des Umfelds. Einziger Knackpunkt könnte die angespannte Finanzlage des SVW sein, wobei die finanziellen Vorstellungen zwischen Bommer und dem Verein sich angenähert hätten. Wichtig sei ihm – mehr als das eigene Salär – eine schlagkräftige Mannschaft vorzufinden. Es gäbe eine Wunschliste von Spielern, die der SVW holen bzw. unbedingt halten sollte. Nach neuesten Infos ist Rudi Bommer der derzeit einzige Ansprechpartner in Sachen Trainernachfolge. Rudi, mach' es!
Rainer Hörgl 10 Prozent
Rainer Hörgl, auch ein guter Bekannter des SVW als Trainer ist, gilt als ausgewiesener Fußballexperte und er genießt in Fachkreisen ein gutes Ansehen. Zuletzt arbeitete Hörgl als Geschäftsführer und vorher als Trainer bei RW Erfurt. Er ist derzeit vereinslos.
Matthias Hamann 5 Prozent
Matthias Hamann arbeitete zuletzt als Coach bei LASK Linz. Er wird als Kandidat beim DFB für den Nachwuchs gehandelt. Ein sicherer Hafen ist ihm wohl lieber als eine wackere Burg.
Markus Weinzierl 4 Prozent
Markus Weinzierl hat seinen Vertrag bei Jahn Regensburg vor drei Wochen bis 2012 verlängert. Eine Verpflichtung würde den SVW also Ablöse kosten. „Mit mir hat bisher niemand gesprochen. Es freut mich, wenn meine Arbeit in Regensburg geschätzt wird”, so Weinzierl auf Nachfrage des Wochenblattes. (Steindl lobte Weinzierl in den höchsten Tönen, Anm. d. Red.) Der Jahn-Coach befindet sich derzeit in einem Dilemma: Nach seiner Vertragsverlängerung wurden die Hälfte der Spielerkontrakte aufgelöst. Ein Trainer, der Burghausen sicher auch gut zu Gesicht stehen würde. Trotzdem: Tendenz eher unwahrscheinlich.
Ralph Hasenhüttl 1 Prozent
Ralph Hasenhüttl wurde in der Wacker-Arena gegen Unterhaching auch gesichtet. Der Österreicher hat Vertrag beim VfR Aalen und mit Leandro von der SpVgg Unterhaching gerade seinen Wunschstürmer bewilligt bekommen. Hasenhüttl dürfte es nicht werden.
Quelle:Heimatsport.de 26.05.2011 | 15:40 Uhr |
Rudi Bommer: Wann gibt der SV Wacker seine Verpflichtung bekannt?
Früherer Burghauser Coach Rudi Bommer (53) blieb länger in der Stadt, als Fußballboss Steindl gesagt hat - Neuzugang Josef Cinar soll die Abwehr verstärken
Am Dienstag im VIP-Raum der Wacker-Arena - und demnächst vielleicht wieder Trainer der Burghauser Drittliga-Fußballer? Am Donnerstag hüllten sich die Burghauser Verantwortlichen in fast schon auffälliges Schweigen zur Personalie Rudi Bommer... (Foto: Butzhammer)
Funkstille an der Salzach - sehr verdächtig! SVW-Geschäftsführer Florian Hahn wollte sich am Donnerstagvormittag auf Nachfrage von heimatsport.de nicht dazu äußern, was in der Vorstandssitzung der Burghauser Fußball-GmbH am Mittwochabend in Sachen Trainersuche herausgekommen ist. „Da muss ich mich erst mit dem Präsidium abstimmen“, sagte Hahn, „fragen Sie doch bei Herrn Steindl nach.“ Wackers Fußballboss ist derweil seit Stunden nicht zu erreichen.
Steindls Aussagen, wonach sein persönlicher Top-Favorit auf die Nachfolge von Mario Basler, Georgi Donkov, Burghausen am Mittwochmittag verlassen hat, erwies sich als falsch (wir berichteten). Noch am frühen Abend wurde Bommers Mercedes vor der Wacker-Geschäftsstelle gesehen. Ursprünglich hatte es geheißen, der gebürtige Aschaffenburger solle seine finanziellen und personellen Vorstellungen bis zum Wochenende konkretisieren.
Alternativkandidaten zu Bommer sind nach Informationen von heimatsport.de Günter Güttler, Rainer Hörgl (zuletzt RW Erfurt), der zu Regionalliga-Zeiten im Jahr 2000 ein kurzes Gastspiel als Trainer bei Wacker gegeben hatte, und der aus Oberfranken stammende Ex-Profi Matthias Hamann (zuletzt LASK Linz). Und auch um Markus Weinzierl - den zwar vertraglich gebundenen, aber ob des jüngsten personellen Kahlschlags unzufrieden gewordenen Trainer von Jahn Regensburg - halten sich hartnäckige Gerüchte.
Dennoch: Sollte man sich in Burghausen mit Bommer einig werden, wäre es nur noch eine Frage der Zeit, wann seine Verpflichtung bekannt gegeben wird.
Einen anderen Neuzugang meldete Wacker gestern Nachmittag: Um die Abwehr in der neuen Spielzeit zu verstärken, wurde Innenverteidiger Josef Cinar verpflichtet. Der 27-Jährige spielte zuletzt beim Regionalligisten Eintracht Trier. Dort brachte es der 1,94 Meter große Hüne in der vergangenen Saison als Kapitän auf 29 Einsätze und erzielte dabei ein Tor. Zuvor war er unter anderem für den SC Verl tätig. Cinar erhält in Burghausen zunächst einen Vertrag für die kommenden beiden Spielzeiten inklusive der Option, das Engagement um ein weiteres Jahr zu verlängern.
„Ich bin froh, dass wir mit Josef einen erfahrenen und großen Spieler für unsere Abwehr verpflichten konnten. In Trier war er einer der Leistungsträger und schaffte dort als Kapitän fast den Aufstieg mit seiner Mannschaft. Dort hat er uns nicht nur durch seine Leistungen überzeugt, sondern ist uns als Führungsspieler besonders positiv aufgefallen. Daher sind wir davon überzeugt, dass Josef unserer Hintermannschaft neue Stabilität verleihen wird“, sagte Florian Hahn.
Quelle:Heimatsport.de 24.05.2011 | 13:44 Uhr |
Burghausen bleibt in der 3. Liga - Konkurrent Ahlen ist pleite
Der Klassenerhalt am Grünen Tisch ist für den SV Wacker Burghausen gesichert. Gegen den bisherigen Liga-Konkurrenten RW Ahlen ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden - das bedeutet laut DFB-Statut: Zwangsabstieg in die 4. Liga. Die als Tabellen-18. sportlich gescheiterten Wackerianer bleiben in der 3. Liga.
Jubel in Schwarz-Weiß: Zwar gab es für die Wacker-Fans in der abgelaufenen Saison sportlich nicht viel zu feiern - aber jetzt können sie sich auf ein weiteres Jahr Profi-Fußball in der Wacker-Arena einstellen. (Foto: Butzhammer)
Wie Rot-Weiß Ahlen am Dienstag mitteilte, hat das Amtsgericht Münster Insolvenzverfahren über das Vereinsvermögen eröffnet. „Es sind keine Geldgeber da, mit denen die 3. Liga finanzierbar gewesen wäre“, sagte Insolvenzverwalter Michael Mönig. Ziel ist es nun, den früheren Zweitligisten zu sanieren und zu entschulden. Die Chance dafür schätzt Mönig als gut ein. Derzeit laufen intensive Gespräche mit potenziellen Sponsoren, damit vom DFB die Lizenz für die Regionalliga erteilt werden kann.
Die Fans des einzigen Profi-Fußballclubs in Südostbayern können sich freuen - und Hans Steindl hat Recht behalten: Die Vorahnung des Burghauser Bürgermeisters und Präsidenten der Wacker Burghausen Fußball-GmbH, dass einer oder sogar mehrere der finanziell schwächelnden Konkurrenten den Lizenzierungsauflagen des DFB nicht nachkommen können, bewahrheitet sich bereits eine Woche vor dem Stichtag 1. Juni.
Am Dienstag überschlugen sich förmlich die Ereignisse: Denn am Vormittag wurde bekannt, dass Burghausen von den Problemen eines weiteren Liga-Konkurrenten profitieren könnte. Auch dem SV Babelsberg 03 drohen wegen einer Millionen-Lücke im Etat für nächste Saison überraschend Lizenzentzug und Zwangsabstieg. Wie die „Märkische Allgemeine“ aus Potsdam berichtete, ist der geplante Gesamtetat des SV Babelsberg von 2,7 Millionen Euro für die neue Saison „allenfalls bis zur Hälfte gedeckt“. Das Gros der bereits ausgehandelten Sponsorenverträge sei bisher nicht unterzeichnet worden. Offenbar sind auch einige Geldgeber der Babelsberger weggefallen.
Neue Zuversicht bei den Wacker-Bossen: Präsident Hans Steindl (r.) und Sportdirektor Florian Hahn.
...
„Wir haben vom Deutschen Fußball-Bund beinharte Auflagen bekommen, die wir nicht erfüllen können“, erklärte Präsident Rainer Speer, der zudem den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Paffhausen bekannt gab. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur aktuellen Situation soll am 31. Mai Aufschluss über die Lage des letztjährigen Aufsteigers und ehemaligen Zweitligisten geben. Gut möglich ist aber, dass schon sehr viel früher Klarheit bestehen wird.
Wacker-Geschäftsführer Florian Hahn sagte heimatsport.de am Dienstag, die Meldungen aus Babelsberg seien für ihn „absolut überraschend“ gekommen: „Dass es denen finanziell so schlecht geht, hat sich bisher meiner Kenntnis entzogen.“ Er habe vielmehr die ganze Zeit auf eine Nachricht aus Ahlen gehofft, wonach gegen die dortigen Rot-Weißen das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Dies soll nach Hahns Informationen aber „im Laufe dieser Woche“ noch geschehen: „Das weiß ich relativ sicher.“ Nur zwei Stunden nach dieser Aussage folgte die Nachricht, dass alles genau so kommt, wie erwartet.
Mit Blick auf Babelsberg 03 ist Wackers Finanzchef zu Ohren gekommen, dass der Verein seinen Lizenzantrag von sich aus zurückziehen wird. Angeblich sind bereits „heute alle Spieler freigestellt worden“, berichtet Hahn. Wenn Babelsberg tatsächlich die Felle davonschwimmen, würde neben den Oberbayern auch Werder Bremen II, als Tabellenvorletzter eigentlich abgestiegen, drittklassig bleiben.
Für Burghausen könnte die katastrophal verlaufene Saison sogar ein doppeltes Happy End nehmen: Neben dem Klassenerhalt am Grünen Tisch kann der SV Wacker am Abend (19 Uhr) mit einem Sieg im Totocup-Match gegen die Spvgg Unterhaching den zweiten bayerischen DFB-Pokal-Startplatz erobern - samt der damit verbundenen 100 000 Euro aus dem TV-Topf.
Wacker in Rostock ohne Stürmer Hess Neue Hiobsbotschaft für Mario Basler: Die Verletzung von Wacker-Angreifer Martin Hess im Spiel gegen RW Erfurt (1:0) hat sich als Muskeleinriss in der Wade herausgestellt. Nach Einschätzung des Trainers fällt der 23-Jährige für drei bis vier Wochen aus. Im morgigen Drittliga-Duell bei Absteiger Hansa Rostock fehlt außerdem Alexander Eberlein (22). Der von Verletzungspech schwer gebeutelte Innenverteidiger laboriert aktuell an einer Oberschenkelzerrung.
Quelle:www.Pnp.de Basler entsetzt: Wacker-Profis nicht fit
Beim 2:1-Sieg im Toto-Pokal gegen Bezirksoberligist TSV Schierling stimmt aber auch die Einstellung nicht
Den ersten Saisonsieg in der 3. Liga-Fußballer haben die Kicker des SV Wacker Burghausen eingefahren - spielerisch überzeugend wirkte der Auftritt beim
1:0 über Rot-Weiß Erfurt aber beileibe nicht. Ein möglicher Grund: die fehlende Fitness,
die Trainer Mario Basler in der Pressekonferenz nach dem Spiel ansprach. „Die Mannschaft ist leider in keinem körperlich
guten Zustand“, fasste er das
Ergebnis eines Laktat-Tests aus der vorigen Woche zusammen. Bis zur Winterpause müsse man sich „ein bisschen durchmogeln“.
Doch warum fehlt es den Profis allem Anschein nach an den entscheidenden Prozenten? „Eigentlich ist es Sache des Trainers“, meint Basler, der sich weiter nicht zu dieser Frage äußern will. Indirekt spricht er damit seinen Vorgänger Jürgen Press an. Auch der Sportliche Leiter, Florian Hahn, kann bestätigen, dass die Mannschaft über das letzte Jahr hin konditionell abgebaut hat. „In der letztjährigen Vorrunde waren die Werte noch sehr gut, in der Rückrunde akzeptabel.“ Nun seien sie „nicht auf einem Stand wie es sich für eine Profimannschaft gehört“, so Basler.
Und dies sei auch nicht so einfach von heute auf morgen zu beheben. Vor allem nicht bei den Englischen Wochen, die Burghausen zurzeit ins Haus stehen. Nach dem Auftritt gestern beim TV Schierling muss der SVW nächste Woche wieder unter der Woche ran.
Dann wartet zu Hause der Drittliga-Alltag gegen TuS Koblenz. Umrahmt wird diese Partie von den zwei längsten Auswärtsreisen der Saison. Am Samstag geht es 830 Kilometer nach Rostock, die Woche drauf muss der Wacker-Tross nach Bremen (816 Kilometer) reisen. So richtig an der Grundlagenausdauer arbeiten könne man erst wieder in der Winterpause, meint Hahn.
Beim 2:1-Sieg gestern Abend in Schierling lag es aber nicht an fehlender körperlicher, sondern vielmehr an fehlender geistiger Frische. „So passieren die Spiele, wenn man einen Gegner nicht ernst nimmt“, fand Hahn für ein mentales Problem des Drittligisten deutliche Worte. Nur durch zwei Treffer von Orhan Akkurt (64./74.) konnte der SVW in der 2. BFV-Runde eine Blamage vermeiden und steht jetzt im Achtelfinale. Vor allen in den ersten 45 Minuten zeigte Burghausen eine überaus dürftige Leistung. „Da waren wir schwach“, gestand Hahn, der wie die 912 zahlenden Zuschauer das 1:0 für Schierling durch Christian Brandl mitansehen musste. Dagegen agierte Wacker einfallslos und versuchte es mit Distanzschüssen. Ohne Erfolg.
Aber Trainer Mario Basler fand wohl in der Halbzeit die richtigen Worte, um seine Mannschaft wach zu rütteln. „Er wurde nicht laut, aber deutlich“, sagte Hahn. Fortan diktierte der Drittligist das Spiel - und erzielte die entscheidenden Tore, das Siegtor nach einem Eckball.
Glück hatten die Burghauser indes drei Minuten vor Schluss, als der TSV-Torschütze Brandl bei einer Großchance das Ziel knapp verfehlte. Insgesamt wurde ein großer Klassenunterschied vor allem in der ersten Halbzeit nicht deutlich - „Burghausen hat sich nicht mit Ruhm bekleckert“, kommentierte TV-Pressewart Albert Ebner. Hahn hingegen forderte, „das Spiel abzuhaken“. Und: „Die Spieler aus der zweiten Reihe haben ihre Chance nicht genutzt.“ - ala/mis Weitere Ergebnisse: Spvgg Bayern Hof - SV Seligenporten 2:3, TSV Rain - FC Memmingen 3:4, SV Pullach - TSV Aindling 0:4, FC Ismaning - SV Heimstetten 2:3, 1. FC Feucht - DJK Ammerthal 1:3, SE Freising - Spvgg Unterhaching 1:4.
Es ist vollbracht. Dank des Tores von Darlington Omodiagbe (86.) gewann Wacker Burghausen gegen Rot-Weiß Erfurt mit 1:0 (0:0). In einem insgesamt sehr nervösen Spiel hatte Erfurt zunächst die besseren Chancen. Am Ende erkämpfte sich der Gastgeber den ersten Saisonsieg nach einer Willensleistung und einer Steigerung im zweiten Abschnitt. 2.530 Zuschauer waren Zeuge des Dreiers. „Ein besonderes Lob geht an unseren Tormann Rene Vollath, der den Elfer festhielt und einige Male gut reagierte“, freute sich Mario Basler nach dem Spiel.
Ein bestens aufgelegter Rene Vollath machte ein gutes Spiel für Wacker. (Quelle: Butzhammer)
Das Spiel beider Mannschaften löste zunächst wenige Glücksgefühle aus. Die Erfurter kamen zunächst besser ins Spiel. Sie störten den zentralen Aufbau der Gastgeber und setzten so auch die wackelige SVW-Defensive unter Druck. In einem relativ schwachen Spiel hätte der Gast zweimal in Führung gehen können. Semmer konnte nach vier Minuten den Ball am Fünfermeterraum nicht stoppen, sonst wäre es sehr gefährlich geworden. Kurz darauf klärte Darlington Omodiagbe gegen den gleichen Kontrahenten (7.). Danach kratzte Christoph Burkhard eine Ecke der Erfurter von der Linie (11.).
Zwei Elfer "vergeigt"
Nach 15 Minuten jubelte Burghausen. Martin Hess wurde von Denis Weidlich im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter trat Eric Agyemang nicht scharf genug, wobei Keeper Dirk Orlishausen gut reagierte und den Ball festhielt. Was dem SVW nicht gelang, sollte dem Gegner ebenfalls nicht gelingen. Nach dem Rempler an Jens Möckel, trat Tino Semmer den darauffolgenden Elfer schwach und zielte genau auf den Körper des gut aufgelegten Rene Vollath (21.). In der Folge spielten beide Mannschaften auf und ab, hatten jedoch keinerlei zwingende Chancen vor dem Tor. Während Erfurt abwartete, passierten Wacker zum Teil zu viele Fehler. Dennis Malura knallte nach einem Eckball die Kugel aus acht Metern freistehend übers Tor (39.). Marcel Reichwein schoss - alleinevor Rene Vollath - diesen an, wobei der SVW-Schlussmann gut hielt.
Omodiagbe erlöst SVW
Erfurt hatte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Möglichkeiten. Nach dem Freistoß verpasste Dennis Malura den Ball sechs Meter vor dem Tor (47.). Dann scheiterten Nils Pfingsten-Reddich und Marcel Reichwein an Rene Vollath. Mit dem Comeback von Christian Cappek und der Einwechslung von Christian Holzer (Mandelentzündung unter der Woche) erwachte das Wackerspiel. Cappek verpasste eine schöne Ablage von Agyemang nur knapp (66.). Dann "segelten" drei gute Freistöße von Holzer in den RWE-Strafraum. Der vierte Versuch sollte dann sitzen. Der Kapitän zog die Kugel von der rechten Seite nach innen und Darlington Omodiagbe verlängerte die Vorlage zum erlösenden und zugleich verdienten Tor nach 86 Minuten.
853 Zuschauer sahen - bei zum Schluß strömendem Regen - vor allem die beiden Tore durch Neuzugang Agyemang, sowie je einen Treffer von Olumide und Grübl. Die Partie war bereits in der ersten Halbzeit entschieden, in der zweiten Halbzeit drängte Winhöring zum Ehrentor, was jedoch nicht gelang.
Quelle:www.Pnp.de Neulich Dortmund, jetzt 10. Liga
Nach dem DFB-Pokal ist vor dem DFB-Pokal: Wacker spielt heute im Totocup beim TSV Winhöring
90 Minuten lang ein Hauch von der großen, weiten Fußballwelt: Was Borussia Dortmund vor dreieinhalb Wochen im DFB-Pokal für den SV Wacker war, ist heute Abend im bayerischen Totopokal der SV Wacker für den TSV Winhöring. (Foto: Butzhammer)
Von Alex Nöbauer
„Eigentlich können wir dort nichts gewinnen - denn jeder erwartet ja, dass wir siegen.“ Das meint Mario Basler zum heutigen Totopokal-Erstrundenspiel des SV Wacker Burghausen beim TSV Winhöring. Anpfiff auf dem Sportplatz der Isengemeinde ist um 19 Uhr.
Basler ist es nach eigenen Worten egal, wie hoch der Sieg seiner Mannschaft ausfällt. „Hauptsache, das Weiterkommen in die nächste Runde wird gesichert.“ Gegen die sieben Klassen tiefer spielenden Winhöringer sollte dies eigentlich kein Problem werden für den SVW, der mit seinen Drittligaprofis antritt. Eine Torvorgabe will Basler seinen Kickern gegen den Zehntligisten nicht machen: „Mir ist nur wichtig, dass die Mannschaft eine ordentliche Leistung zeigt“, sagt der Ex-Profi.
In Winhöring werden vor dem Match des Jahres leise Töne angeschlagen. „Allein das Spiel ist für uns schon ein Erfolg“, findet Hans Utz, der Spielertrainer des TSV. Man habe den Pokal auf Kreisebene gewonnen und dürfe jetzt in einem Pflichtspiel gegen eine Profimannschaft antreten - „eine solche Möglichkeit bekommt man nicht so oft“.
Auf dem Platz wird’s für sein Team vor allem um Schadensbegrenzung gehen: „Wenn wir nicht zweistellig verlieren ist das gut“, bekennt Utz. Sein Traum: „Vielleicht gelingt uns ja sogar ein Tor.“ Wichtig sei ihm, dass die eigene Truppe hinterher behaupten kann: „Wir haben alles versucht.“
Nur hinten reinstellen wollen sich die Winhöringer aber auf keinen Fall. Utz gibt sich selbstbewusst: „Wir können auch ein bisschen Fußball spielen!“ Immerhin ist der TSV sehr erfolgreich in die Saison gestartet, steht in der Kreisklasse III derzeit auf dem 2. Platz. Vor allem über Konter hofft Utz auf Chancen für Winhöring, „denn Burghausen wird uns sicher stark unter Druck setzen“. Dennoch ist man realistisch genug zu wissen, dass schon ein ganz gewaltiges Fußballwunder nötig wäre, um den Einzug in die nächste Runde feiern zu dürfen. Nicht mithelfen können beim TSV die verletzten Bastian Mitterhofer (Kreuzbandriss) und Alfons Kieslinger (Haarriss im Knie). „Zwei wichtige Spieler“, so der Trainer.
Dafür könnte eine Vielzahl an Zuschauern den Underdog beim Kampf David gegen Goliath nach vorne peitschen. „Wir hoffen, dass wir die 1000er-Marke knacken“, sagt Utz. Vor vielen Jahren, das weiß er aus Erzählungen, seien einmal 1200 bei einem Spiel zwischen Winhöring und Töging gekommen. „Vielleicht“, so der Coach lächelnd, „vielleicht schaffen wir ja einen neuen Rekord.“
Es ist Halbzeit der Länderspielpause. Nach harten Kraft-Ausdauer-Einheiten zeigt sich Trainer Mario Basler mit der Entwicklung seines Teams sehr zufrieden und blickt schon auf RW Erfurt: „Ich erwarte den ersten Saisonsieg.“ Am Ende der letzten Woche wurden nochmals die Lactatwerte genommen, deren Ergebnisse in den nächsten Tagen erwartet werden. Zunächst aber steht der Totopokal beim TSV Winhöring (Mittwoch 19 Uhr) im Vordergrund.
„Im Rahmen dieses Spiels werden wir unseren Neuzugang Eric Agyemang präsentieren“, verspricht der Trainer. Basler freut sich auf einen Vollblutstürmer, der sich bislang bestens integriert hat. „Die Mannschaft macht es ihm auch leicht. Sie hat ihn hervorragend aufgenommen“, berichtet der Trainer.
Kritische Worte sind kein Problem
Angesprochen auf die ärgerliche 0:1-Niederlage in Aalen reagiert der Coach immer noch leicht gereizt: „Wir haben zu wenig investiert, um dieses Spiel zu gewinnen. Irgendwann war schließlich klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor schießt, auch gewinnt.“ Im Umkehrschluss erwartet der frühere Profi mehr Präsenz seines Teams: „Das wird sicherlich noch ein paar Wochen dauern. Wir wollen auswärts genauso auftreten wie zuhause.“ Dahingehend sei er mit dem letzten Heimspiel gegen RW Ahlen zufrieden gewesen. Die harte Kritik seines Kapitäns Christian Holzer am Auftreten einiger Kollegen am vorletzten Wochenende sieht er gelassen: „Jeder kann Kritik äußern. Christian ist der Kapitän. Allerdings muss er auch ein bisschen vorsichtiger sein. Er selbst hätte auch besser spielen können.“ Das allerdings zeigt, dass insgesamt wieder mehr Leben in der Mannschaft ist. „Als ich gekommen bin, war es schon sehr ruhig. Das ist jetzt schon viel besser geworden.“
Routine bei RW Erfurt
Im Hinblick auf den nächsten Heimspielgegner RW Erfurt sieht Basler gute Chancen: „Die stehen auch unter Druck. Allerdings hat Erfurt viele routinierte Spieler in seinen Reihen.“ Die Thüringer haben durchaus schwer damit zu kämpfen, dass mit Cinaz (FSV Frankfurt), Rockenbach da Silva (Fortuna Düsseldorf) und Torjäger Kammlot (RB Leipzig) gleich drei wertvolle Stützen gegangen sind. Dafür suchte sich Sportdirektor Rainer Hörgl gestandene Persönlichkeiten als Ersatz. So kamen Olivier Caillas (von Düsseldorf) für die linke offensive Außenbahn oder Marcel Reichwein (aus Regensburg) und Nils Pfingsten-Reddig (von Offenbach). Als wichtiger defensiver Baustein gilt der 35-jährige Rudolf Zedi, der aus Paderborn kam. Nicht zu vergessen ist Fikri El Haj Ali, dessen Vertrag in Burghausen nicht verlängert wurde.
Quelle:www.Pnp.de
Basler: „Nicht quatschen, sondern punkten“
Der SVW-Trainer bekommt vor dem Erfurt-Spiel mit Eric Agyemang noch einen weiteren Stürmer
Vor dem Ende der Transferfrist ist der SV Wacker Burghausen noch einmal aktiv geworden. Mit dem 30-jährigen Deutsch-Ghanaer Eric Agyemang wechselt ein klassischer Mittelstürmer von Erzgebirge Aue an die Salzach. Zuvor ging der Angreifer beim 1. FC Magdeburg, dem SC Pfullendorf und den Kickers Emden auf Torejagd. Im Gespräch mit der PNP spricht Wacker-Trainer Mario Basler über seine Pläne mit dem 1,80 Meter großen Angrefier, die gegenwärtige Situation in der Mannschaft und das anstehende Heimspiel gegen RotWeiß Erfurt.
Herr Basler, mit Eric Agyemang konnte Burghausen kurz vor Ende der Transferperiode noch einen weiteren Neuzugang vorstellen. Was erwarten Sie sich von diesem Spieler?
Mario Basler: Agyemenag kennt natürlich die Dritte Liga sehr gut. Er hat in der vergangenen Spielzeit bei Erzgebirge Aue 12 Tore in 23 Spielen geschossen. Er wird uns mit seiner Torgefährlichkeit und seiner Erfahrung weiter helfen.
Mit Manuel Fischer (20/ Riss des Innenmeniskus) und Christian Cappek (20/Schlüsselbeinbruch) fielen zuletzt zwei wichtige Offensivkräfte aus. War man gerade deswegen gezwungen zu handeln?
Basler: Der Ausfall von Manuel Fischer hat dabei sicher eine Rolle gespielt. Wir hatten aber generell zuletzt in der Offensive ein paar Probleme. Agyemang ist da jeden Fall eine wertvolle Bereicherung.
Die Mannschaft spielte in letzter Zeit besser, wirkt aber dennoch in mehreren Aktionen verunsichert. Führen Sie viele Einzelgespräche um die Spieler wieder auf ihre Stärken zu besinnen?
Basler: Nein. Wir wollen die Mannschaft ja nicht vollquatschen sondern wir müssen einfach schauen, dass wir so schnell wie möglich die Punkte holen. Was uns fehlt, ist eine Initialzündung. Ein Sieg gegen Erfurt wäre da genau das Richtige.
Wie sehen Sie denn die Chancen gegen Erfurt?
Basler: Wir haben ein Heimspiel, deswegen wollen wir da natürlich gewinnen. Drei Punkte müssen das Ziel sein.
Erfurt steht momentan auf Rang 11, Burghausen ist Letzter. Wie stellen Sie das Team auf diesen Gegner ein?
Basler: Wir müssen dahin kommen, dass sich der Gegner auf uns einstellt und nicht wir uns auf den Gegner. Wir schauen mehr auf unsere eigenen Stärken. Wir machen unser Ding, dass ist viel wichtiger.
Ein Spieler der viel Potential hat und zuletzt einer der Lichtblicke im Team war, ist Markus Grübl. Was halten Sie von ihm?
Basler: Markus ist ein großes Talent und er macht seine Sache richtig gut. Aber er ist eben noch jung und muss, wie die anderen auch, noch einiges lernen.
Welche Verbesserungen in ihrer Mannschaft konnten Sie zuletzt beobachten?
Basler: Ich denke, wir haben uns in allen Mannschaftsteilen verbessert. Das Zusammenspiel klappt viel besser, man lernt sich immer mehr kennen. Alle wollen den Erfolg, das spürt man ganz deutlich.
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